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49448 Lemförde
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 Trauma­pädagogische 
 Wohngruppe Kranich 

Wohngruppe Kranich

Traumapädagogischer Schwerpunkt
9 Plätze

Die Wohngruppe befindet sich im Hauptgebäude der Einrichtung in Lemförde.

Die Wohngruppe ist geräumig auf zwei Etagen verteilt und ist mit 9 Einzelzimmern für die Kinder und Gemeinschaftsräumen, wie Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Aufenthaltsplätzen, mehreren Badezimmern und Toilettenräumen ausgestattet. Das Dienst- und Schlafzimmer der Pädagogen befindet sich zentral in der Gruppe. Die Kinder können entsprechend dem Konzept des Sicheren Ortes einen persönlichen Schlüssel für ihr Zimmer nutzen. Die Pädagogen verfügen für Notfälle über einen Sicherheitsschlüssel.

Im Außenbereich stehen der Gruppe eine eigene Terrasse und das weitläufige Gelände der Einrichtung mit dem Spiel- und Sportplatz zur Verfügung.

In der Wohngruppe ist ein Internetzugang installiert, den die Kinder alters- und tagesabhängig nutzen dürfen.

Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an

Mädchen und Jungen,

im Alter ab 6 bis 17 Jahren

die schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten bis psychische Störungen entwickelt haben und Bindungsunsicherheiten bis Bindungsstörungen aufzeigen, weil sie körperliche oder seelische Schädigung erlebt haben oder aufgrund von Vernachlässigung oder Verlust von wichtigen Bezugspersonen, körperlicher und sexueller Gewalt, Verwahrlosung oder Flucht traumatisiert wurden.

Pädagogen

Seit 2017 hat die Wohngruppe Kranich den Schwerpunkt der Traumapädagogischen Arbeit eingeführt.

Unser Team besteht aus 6 männlichen und weiblichen Pädagogen mit den unterschiedlichen Qualifikationen, wie Sozialpädagogen, Erzieher, Heilerziehungspfleger.

Wir sind durch eine mehrjährige traumapädagogische standardisierte Weiterbildung für die Arbeit mit traumatisierten Kindern ausgebildet und werden regelmäßig weitergebildet.

Durch den höheren Personalschlüssel können wir die Begleitung und Unterstützung der Kinder im Doppeldienst gewährleisten.

Dadurch können wir den besonderen Bedürfnissen der Kinder und den traumakompensatorischen Mustern und Dynamiken entsprechen und die Kinder individuell fördern.

Kurzkonzept

Das Ziel unserer Arbeit ist, durch Rahmenbedingungen und Abläufe in der Gruppe und durch traumapädagogische, systemische und heilpädagogische Methoden und Fachwissen, die Situation der Kinder zu verbessern und ihnen Selbstwirksamkeit und Selbtbemächtigung im Alltag und dem Miteinander zu ermöglichen.

Wir verstehen die gute Absicht hinter dem Verhalten des Kindes und helfen dem Kind diese Gründe ebenfalls zu verstehen. Dabei befähigen wir die Kinder deren Gefühle, die der positiven Absicht zugrunde liegen, zu erkennen und eine passende Handhabung zur Selbstregulierung zu erarbeiten.

Durch die traumapädagogische Haltung und konkrete Methoden im Alltag der Wohngruppe und im fachlichen Austausch wird das Sicherheits- und Stabilitätsgefühl der Kinder und der Pädagogen angestrebt. Emotionale Versorgung, Geborgenheit, Wertschätzung, Akzeptanz, Transparenz, Partizipation, Fehlerkultur, Vorbilder und Spaß und Freude sind wichtige Bestandteile der fachlichen Haltung und Umsetzung in der Arbeit. Das langfristige Ziel ist, die Mädchen und Jungen für die Teilhabe am Gesellschaftsleben zu stärken.

Die Einbeziehung der Eltern und der wichtigsten Bezugspersonen in die Entwicklung des Kindes ist uns besonders wichtig. Wir stehen mit den Eltern im regelmäßigen Austausch und unterstützen die Familien in der Kontaktgestaltung durch Telefontage und Beurlaubungen der Kinder im Haushalt der Eltern.

Alltag

In der alltäglichen Arbeit bieten wir den Kindern verlässliche Bezugspersonen, klare und transparente Absprachen und Tagesabläufe, altersgerechte Beteiligungsprozesse und Möglichkeiten zur Eigenverantwortung.

Das Kochen, Waschen, Aufräumen und Einkaufen ist in den Alltag der Gruppe eingebaut. Diese Tätigkeiten werden zwischen den Pädagogen und den Kindern aufgeteilt, so dass die Kinder durch Ämterdienste eine regelmäßige Verpflichtung bekommen und sich auch freiwillig an verschiedenen Aufgaben in der Gruppe beteiligen können. In den wöchentlichen Gruppengesprächen besprechen wir die Essenspläne, die Aufgaben, die Freizeitgestaltung und aktuelle Themen und Konflikte. Regelmäßig übernimmt ein Kind die Aufgabe des Gruppensprechers.

Der Tagesablauf wird mit dem Kind zusammen transparent dargestellt, damit die Vorhersehbarkeit der Abläufe und Ereignisse den Kindern Sicherheit vermittelt. Im Tagesablauf werden gemeinsame Zeiten in der Wohngruppe als feste Elemente geplant und konsequent durchgeführt, um das Zugehörigkeitsgefühl zu festigen.

Wir spielen gerne Gesellschaftsspiele, Fußball und andere Sportarten, gehen schwimmen und spazieren, fahren in andere Städte, unternehmen Gruppen- und Ferienfreizeiten, planen Zeiten für Ruhe und Gelassenheit ein und lachen besonders gerne mit den Kindern.

Schule

Es ist uns wichtig die Kinder beim Schulbesuch und den dazugehörigen Aufgaben zu unterstützen. Unser Ziel dabei ist, gemeinsam mit dem Kind und der Schule die höchstmögliche Selbständigkeit und einen Schulabschluss zu erreichen.

In Lemförde befinden sich in direkter Nähe eine Grundschule und eine Oberschule, mit denen wir seit Jahren zielführend zusammenarbeiten. In der Stadt und dem Landkreis Diepholz werden weitere Schulformen angeboten, die gut mit dem Bus und Zug erreichbar sind.

Freizeit

Spaß und Freude, soziale Kontakte, sportliche Betätigungen, Musik, Tanzen, Ausflüge, Freunde besuchen und einfach Chillen sind wichtige Bestandteile der Freizeitgestaltung.

Wir unterstützen die Kinder dabei, ihre Freizeit sinnvoll und nach eigenen Wünschen zu gestalten, ein passendes Hobby zu finden oder das alte Hobby weiterzuführen.

In Lemförde und Umgebung werden verschiedene Sportarten in Vereinen angeboten. Auch Musik-, Kunst- und Tanzinteressen können vor Ort umgesetzt werden.

In Lemförde befindet sich ein Bahnhof, von wo aus in Richtung Osnabrück oder Bremen eine gute Verbindung angeboten wird.

Ambulante Therapie

Bei therapeutischen oder psychiatrischen Bedarfen stellen wir den Kontakt zu den ambulanten Praxen und den Fachkliniken her und begleiten den Diagnostik- und Behandlungsprozess von Anfang bis Ende.

Durch den konsequenten Austausch mit den Therapeuten helfen wir den Kindern die praktischen Anteile der Therapien im Alltag einzuführen und umzusetzen. Zudem ermöglicht die enge Zusammenarbeit die Anpassung der Behandlung an die Veränderungen im pädagogischen Alltag und baut eine starke Brücke zwischen Traumatherapie und Traumapädagogik.

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